digitales religonsbuch

Die Heilige Schrift - ὁ Βιβλός (das Buch)

aus Maria H. Duffner: „Digitales Religions Buch“ 2000–2014
Zuletzt bearbeitet am 08.02.2010. Ausdruck am 03.09.2014, um 06:33

Das Erste (Alte) Testament — AT

Genesis, Kapitel 1 — 3

Schöpfungsberichte — ein Vergleich

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Gen 1,1-2,4a Gen 2,4b-25
Inhalt Erschaffung der Welt Erschaffung der Welt
Dauer 7 Tage keine Angabe
Ordnung Chronologisch vom Chaos zum Menschen Zuerst der Garten, dann der Mensch (Adam), die Tiere, die Frau
Textform Lied (Strophen, Refrain: „Gott sah, dass es gut war)” Plastische Erzählung
Aussage
  1. auf Gott geht alles zurück; weder Pflanzen noch Tiere noch Menschen sind göttlich (ewig, unsterblich)
  2. alles, was ist, ist gut
  3. der Mensch als Abbild Gottes hat den Auftrag, das Geschaffene zu pflegen, mit ihm zu leben, es zu verwalten und selbst kreativ zu wirken
Der Mensch als Gegenüber Gottes; Partner des Menschen: der Mensch selbst. Tiere sind nur unvollkommene Partner



Entstehungszeit Babylonisches Exil (597 – 539 v. Chr.) Um 1000 v. Chr. — Großreich des König Davids
Aussageabsicht Ermutigung, Befreiung — zu viele (falsche) Götter behindern das Leben Prinzipielle Absicht Gottes: Alles ist zum Heil des Menschen geschaffen
Menschenbild „Abbild Gottes sein” bedeutet
  • dass Gott uns als Sein Gegenüber will, als Freund und Partner
  • wenn jeder Mensch „Abbild Gottes” ist, dann „Einander dienen” heißt dann: die Fähigkeiten und Begabungen einander zur Verfügung stellen, ohne deshalb den Anspruch erheben zu müssen, etwas Besseres zu sein (Macht!)
  • dass jeder Mensch etwas Göttliches (Unsterbliches/Ewiges) in sich hat: die Seele und die Sehnsucht nach den „göttlichen Transzendentalien” (Plato): d.h.: jeder Mensch sucht das Eine, das Wahre, das Gute und das Schöne
    Wenn der Mensch im Sinne des Göttlichen handelt, so ist das nach außen spürbar — der Mensch hat eine positive Ausstrahlung, andere fühlen sich in dessen Umgebung wohl;
    handelt er aber gegen das Göttliche in ihm (wenn er/sie „Mist baut ”), dann wird das Göttliche im Menschen verschüttet.
    In diesem Zusammenhang bedeutet Weihnachten: Gott wurde Mensch, damit das Göttliche im Menschen wieder erfahrbar sichtbar werden kann.
  • Gott will, dass es dem Menschen gut geht — Garten, Flüsse
  • Adam = Erdling: Es geht um den Menschen als Typos
  • Der Mensch ist auf Partnerschaft angelegt; Tiere sind keine gleichwertigen Partner
  • Mann und Frau sind gleichwertig – „aus der Rippe genommen”
  • Der Mensch als Gegenüber Gottes; Partner des Menschen: der Mensch selbst. Tiere sind nur unvollkommene Partner
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